Reisecheck: Lohnt sich All-Inclusive-Urlaub? (Teil 1)

Welche Kompromisse geht man mit All-Inclusive-Urlaub ein?

Wer hat über diese Frage nicht schon einmal nachgedacht: Lohnt sich ein All-Inclusive-Urlaub finanziell wirklich oder ist es nicht viel günstiger, außerhalb des Hotels essen zu gehen und einzukaufen? Wir haben für euch Ergebnisse aus mehreren Reportagen zusammengestellt. In unserer Reisecheck Reihe wollen wir euch heute den ersten Teil davon vorstellen.

Lohnt sich All-Inclusive-Urlaub?

Vergleich Gran Canaria Urlaub, Aufenthaltsdauer 4 Tage:

Im Test wurden ein All-Inclusive-Urlaub und ein selbst organisierter Urlaub bei Verpflegung miteinander verglichen. Während bei dem All-Inclusive Paket alle Inhalte über das Angebot abgedeckt waren, mussten für den Urlaub mit Selbstverpflegung alle einzelnen Bestandteile in Eigenregie arrangiert werden. Auf den ersten Blick erscheint der Urlaub, bei dem lediglich Flug und Übernachtung gebucht wurden, mit 400€ gegenüber 550€ bei All-Inclusive günstiger. Jedoch ist bereits anhand des Preisunterschieds absehbar, dass sich dieser Unterschied im Laufe des Aufenthalts aufwiegt. Im Vergleich der Pakete, bei denen alle touristischen Aktionen identisch durchgeführt wurden, zeigt sich im Endresultat, dass der selbst arrangierte Urlaub minimal teurer war als das vergleichbare All-Inclusive Paket. Das macht zwar preislich nicht viel aus, kann jedoch im Urlaub bedeuten, dass eine Menge Zeit für die Buchung und Organisation der Einzelausflüge aufgewendet werden muss. Zudem steigt mit jedem weiteren Tag der preisliche Unterschied ebenfalls weiter an, sodass gerade bei längeren Reisen All-Inclusive-Urlaub eher lohnt als reine Flug- und Übernachtungsurlaube.

All-Inclusive

Buchungspreis: 550€

= Zimmer identisch

Aktivitäten und Transfer: (inkl.)
+ Flughafentransfer
+ Banana Boot
+ Strandliege
+ Kamelreiten

Getränke und Eis (inkl.)

Mittag-/Abendessen und Frühstück (inkl.)

Kassensturz: 550€

Nur Flug und Übernachtung

Buchungspreis: 400€

= Zimmer identisch

Aktivitäten und Transfer: (30,50€)
– Flughafentransfer (3,50€)
– Banana Boot (10€)
– Strandliege (5€)
– Kamelreiten (12€)

Getränke und Eis (71€)

Mittag-/Abendessen und Frühstück (53,50€)

Kassensturz: 555€

Quelle: sat1

Feedback: Stressig und unbequem, für jede Leistung einzeln zu zahlen. Man unterliegt ständig dem Zwang, sich zu hinterfragen, ob man etwas kaufen soll oder nicht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine reine Typfrage ist, ob man lieber mit einem All-Inclusive Paket (AI) reist oder eher Übernachtung mit Frühstück (ÜF) und Einzelbausteinen kombiniert und jede Aktivität separat organisiert und bezahlt.

Neben der Entscheidung, wo man essen geht, kommt noch ein wichtiger Faktor hinzu, der bei Frühstückspaketen wahrscheinlich den größten Teil der Kosten gegenüber All-Inclusive ausmacht – Getränke!

Fazit

Folgende Tipps haben wir für euch für eure nächste Buchung:

Tipp für AI: „Der relaxte Typ, der sich keine Gedanken über Ort, Preis und Menü machen möchte und einfach nur entspannen will“ (Für Einige zu langweilig)

  • Vergleicht immer die Qualität des Essens und der Getränke bereits vorher über diverse Online Buchungsportale, da sonst eine böse Überraschung folgen kann, wenn das Essen und die Cocktails nicht den Ansprüchen genügen und Ihr zwar All-Inclusive gebucht habt, jedoch trotzdem eher draußen essen gehen möchtet. Achtet dabei auf die Bewertungen und Rezensionen der anderen Urlauber, informiert euch über tripadvisor und andere Portale.
  • Prüft immer genau, was genau All-Inclusive bedeutet und in eurem Hotel beinhaltet – je nach Land/Region/Hotel kann das teilweise etwas völlig anderes bedeuten und große Unterschiede ausmachen.

Tipp für ÜF: Der flexible/spontane Typ, der gerne selbst entscheidet, was und wo er heute essen gehen möchte und welche Shows/Bars er besucht“ (Für Manche zu stressig)

  • Prüft genau im Vorfeld, ob es in der Umgebung ausreichend Restaurants mit unterschiedlichen Preislagen gibt (z.B. mithilfe von Trivago.de, Yelp, etc.). Damit verhindert ihr als Nicht-All-Inclusive Gast, dass ein Hotel bei euch für teuere Menüs (Mittagessen für 35€ p.P.) und Getränke (Flasche Wasser 1L für 12€) zu buche schlägt und somit versucht, über teure Zusatzkosten bei euch die Umlagen für andere All-Inclusive Gäste zu schaffen. In vielen Fällen kann es da eher ratsam sein, für solche Hotels All-Inclusive Angebote wahrzunehmen und insgesamt durch die anderweitig anfallenden Kosten für Verpflegung günstiger zu urlauben. Sind ausreichend gute Restaurants in der Nähe vorhanden, kann sich eine ÜF-Buchung evtl. lohnen, da man selbst unterschiedliche und nicht überlaufene Restaurants finden kann, die einen super Service für kleines Geld bieten.

Neben Tipps und Tricks bei der Buchung einer Pauschalreise, werden wir euch auch in Zukunft darüber hinaus weitere Tricks zeigen, wie ihr euer Geld sparen und evtl. für euch persönlich wichtigere Dinge ausgeben könnt.

Hier ein Vorgeschmack: Bei Reisen nach Ägypten (Hurghada) sollte man nach Ankunft am Zielflughafen nicht der Menschenmasse folgen, die durch das Flughafenpersonal zu den jeweiligen Schaltern befördert werden. Warum? Bewusst werden Touristen dort zu Schaltern eskortiert, an denen man für ein Touristenvisum 35€ pro Person für einen Aufenthalt bezahlt!

Besser: Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass nachdem Ihr aus dem Bus gestiegen seid und in das Gebäude geht, man sich zu einem offiziellen Schalter auf der linken Seite begeben sollte … dort findet Ihr einen Schalter (offizieller Schalter), der Euch das Touristenvisum für 19€ pro Person überreicht. 16€ pro Person sind zwar nicht viel, allerdings kann man sich diese Kosten auch sparen und lieber anderweitig im Urlaub ausgeben.

Neben solchen Tricks wollen wir euch in Zukunft noch weitere Infos geben – wie Ihr zu super schönen und günstigen Ausflügen kommt (einige davon sind ein Muss!). Dafür haben wir alle möglichen Reiseführer dieser Welt gelesen, damit Ihr euch einfach auf einen erholsamen und vor allem günstigen Urlaub konzentrieren könnt.

 

Sergej

Sergej

Sergej bereiste bisher in seinem Leben mehr als 26 Länder, 4 Kontinente und unzählige Städte. Er begeistert sich für fremde Kulturen und neue Orte. Das Reisen zeigt ihm auf, dass die Welt voller Entdeckungen steckt, die es zu erleben gilt. Auf diesen Fahrten hat er viele positive und negative Erfahrungen erlebt - Erfahrungen, die er gerne mit Euch auf diesem Travel-Blog teilen möchte.
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