Mit einfachen Hardware- & Browsertricks günstiger reisen

Wie wirken sich Cookies, verschiedene Betriebssysteme und Endgeräte auf Reisepreise aus?

Ihr kennt das? Höhere Preise im Browser bei erneuter Suchanfrage für einen Flug oder eure Reise? Selbst wenn die Buchung dann vollzogen ist, bleibt trotzdem ein komisches Gefühl zurück, man hätte immer noch zu viel bezahlt?

Ihr seid auf der Suche nach eurer nächsten Urlaubsreise und schaut dabei online auf einem Reiseportal? Manchmal ist man sich nicht sicher, ob man direkt buchen soll oder doch … bricht man eine Suche oder eine Buchung ab und kommt später wieder zurück, stellt man sehr häufig fest, dass sich die Preise in der Zwischenzeit meist geändert haben … leider entgegen der Richtung, in der wir die Preise gerne sehen würden.

Da Suchanfragen gespeichert werden und auf der Urlaubsseite, dem Portal, wie in jedem Markt mit einem Angebot-Nachfrage-Mechanismus zur Preisbestimmung zu einer wiederholten Nachfrage der gleichen Reise führen, passiert es schnell, dass ihr einen höheren Preis angezeigt bekommt als vielleicht noch vor 15 Minuten. Ist das einfach nur Pech oder kann man dagegen etwas tun?

Online-Händler passen sich an den Kunden an

Was passiert eigentlich bei einer Suchanfrage auf einem Online-Shop oder Online-Portal? Die Datenspur, die Nutzer im Internet hinterlassen, ist lang, denn jeder Seitenaufruf, jede Eingabe hinterlässt Spuren über Vorlieben und Verhaltensmuster. Das Verhalten von Internet-Nutzern wird von Online-Shops genau mitgelesenDiese Spuren sind ein gefundenes Fressen für Online-Shops, Flugbuchungsseiten und Reiseportale. Nach Angaben dieser Unternehmen werden diese Daten genutzt, um das Angebot für den Kunden noch weiter zu optimieren. Aber bleibt es dabei? Denn wer durch das Nutzerverhalten das Angebot optimieren kann, der kann auch die eigenen Preise daran ausrichten, wann, wo und wie der Kunde online kauft. Gerade Online-Reiseportale standen bereits länger unter genauer Beobachtung, die Datenspur des Internetverhaltens des Kunden für ihre Zwecke zu verwenden. Wer wiederholt bestimmte Suchanfragen durchführt, der bemerkt nach der Zeit steigende Preise.

Cookies löschen gegen höhere Preise?

Während ihr fleißig eure Suchkriterien eingebt (Urlaubsort, Reisedatum, Abflugort, Hotel, Sterne, Verpflegung, etc) liest euer Browser kräftig mit und speichert eure Eingaben als sogenannte Cookies in seinem Cache (Zwischenspeicher). Bricht man seine Suche warum auch immer ab und kommt später wieder zurück, so erinnert sich euer Internetbrowser an die vorherigen Eingaben und eure Suche. Der Betreiber des Online-Shops oder Portals erkennt den Nutzer anhand der Cookies und erkennt daher das anhaltende Interesse.

Folglich schlägt er daraus Kapital und bietet dem Kunden aufgrund des Interesses höhere Preise an.Selbst beim Reisebuchen wird der Internet-Nutzer zum gläsernen Menschen Klingt erst mal unglaublich, lohnt sich aber: wer nicht durch seinen Browser hinterrücks anhaltendes Interesse bei Online-Portalen signalisieren will und somit steigenden Preisen ausweichen möchte, der sollte vor den Suchanfragen die im Browser hinterlegten Cookies löschen. Mit einem einfachen Trick lässt sich so im Zweifelsfall viel Geld sparen.

Das müsst ihr dafür tun: Öffnet in eurem Browser die Chronik und löscht die Cookies aus dem Browserverlauf. Damit erscheint eure erneute Suchanfrage auf dem Urlaubsportal als eine komplett neue Anfrage und wird als Erstanfrage gewertet. Damit solltet ihr vermeiden können, dass ihr bei wiederholter Anfrage deutlich höhere Preise erhaltet.

Apple Kunden bezahlen mehr

Wer denkt, heute bliebe noch irgendetwas über euer PC-Verhalten und Surfverhalten geheim, der befindet sich auf dem Holzweg. Reiseportale, Soziale Netzwerke und Online-Shops nutzen bereits die Nutzerdaten, die sie über die Kunden erfassen können, zur individuellen Preisgestaltung. Bislang kannte man das überwiegend von den Fluggesellschaften, die jedem Kunden unterschiedliche Preise anbieten. Doch tricksen Online-Händler darüber hinaus noch bei anderen Facetten?

Apple Nutzer bezahlen online höhere Preise

Apple Nutzer bezahlen online höhere Preise

Dass Cookies und das Ansammeln von Nutzerverhalten nicht die einzigen Möglichkeiten sind, mit dem Kaufverhalten im Netz extra Kasse zu machen, lieferte bereits das Ergebnis einer Studie der Northeastern University Boston. Schon 2012 berichtete das Wall Street Journal über einen Trick, mit Hilfe dessen Online-Reiseportale den Kunden, die mit einem Apple-Produkt das Online-Reisebüro Orbitz aufriefen, deutlich mehr und teurere Luxushotels anzeigten als üblich.

Bei der Buchung von Flügen und Urlaubsreisen ist laut der Studie der Northeastern University Boston nämlich auch relevant, über welches Gerät ihr eure Reise sucht und abschließt. Die Studie untersuchte dafür personalisierte Angebote von US Online-Shops. Apple-User gelten dabei grundsätzlich als vergleichsweise wohlhabender bzw. technikaffiner als bspw. Microsoft-User. Daher gelten Apple-User als weniger preissensibel, was sich mitunter bei den angebotenen Preisen niederschlägt und laut Ergebnissen sogar bis zu 30% ! mehr ausmachen kann. Was in der Studie zunächst an amerikanischen Reiseportalen festgestellt worden ist, kann ebenfalls auch für deutsche und europäische Webseiten gelten.

Auch das Endgerät hat Einfluss auf den Preis

Wie zum Einen der Unterschied zwischen Apple und Windows, so zum Anderen der Unterschied zwischen den Endgeräten. Wer gerne abends auf der Couch auf seinem iPad nach Urlauben schaut, sollte sich diese Gewohnheit am besten schnellstens abgewöhnen und auf den herkömmlichen Laptop umsatteln. Denn Laptop-User bezahlen weniger als Tablet- oder Smartphone-Nutzer. Laut den Testergebnissen der durchgeführten Studie unterscheiden Online-Händler offenbar zwischen Nutzern von PCs, Tablets und Smartphones. Auch hier wird anhand des Endgerätes personalisiert und den Kunden unterschiedliche Angebote unterbreitet. Im Schnitt lagen dabei die Angebote auf mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet um rund 100 Dollar über denen von PC-Nutzern.

Es kommt also nicht nur darauf an, ob man bekennender Apple-Fan ist oder nicht, sondern ebenfalls auf das Endgerät, das zum Buchen verwendet wird.

Online Händler kategorisieren ihre Kunden

Online Portale segmentieren ihre Kunden und nutzen dabei für sich das Internetverhalten des Nutzer

Durch weitere Tests von Forschern kam nun heraus, dass selbst Buchungsplattformen wie Hotels.com und Expedia ihre Nutzer in unterschiedliche Gruppen unterteilen.
Beide Gruppen landen in den Systemen der Plattformen auf unterschiedlichen Servern mit unterschiedlichen Preisen. Dabei unterschieden sich die Preise um fast 20 Dollar pro Angebot. Welche Kategorisierung hinter dieser Unterscheidung tatsächlich liegt, war nicht einsehbar. Pikant: Der Kunde hat dabei keinerlei Einfluss, welche Preise oder Hotels er angeboten bekommt.

Hier haben wir für euch nochmal die wichtigsten Tipps gegen künstlich höhere Preise auf Online-Portalen dargestellt.

 

Verwandte Artikel und Quellen zum Thema:

Wie Online-Händler ihre Preise manipulieren

IOS Nutzer zahlen mehr

Mac Users Steered to Pricier Hotels

Sebastian

Sebastian

Sebastian liebt es zu reisen und neue Orte zu entdecken. Dabei kam er schon mehrmals mit den Schwierigkeiten von Umbuchungen, Stornierungen und damit verbundenen Stornokosten in Kontakt. Deshalb zeigt er euch auf diesem Blog Informationen zum Thema Reisen, Reiserecht, Möglichkeiten bei Umbuchung oder Stornierung sowie Auswege zu Stornokosten bei Nichtantritt einer Reise.
Sebastian

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