Warum last-minute Urlauber NICHT günstiger reisen

Wer reist günstiger? Frühbucher oder last-minute Bucher? Stornoreisen als Chance!

Wir alle wollen günstig und last-minute reisen. Bei der Qualität möchten wir dabei aber auch keine Kompromisse eingehen. Weil sich in den vergangenen Jahren ein entscheidender Trend abgezeichnet hat, dass immer mehr Reisen kurzfristig gebucht werden, glaubt man landläufig, dass dies auch der günstigste Weg sei, seinen Wunschurlaub zu buchen. Doch Studien liefern ganz andere Ergebnisse, die Anstoß zum Umdenken geben. Denn heute werden zunehmend Frühbucher (online 70 Tage, im Reisebüro 100 Tage vor Reisebeginn) mit Rabatten und Zusatzangeboten angelockt, während kurzfristige Urlaubsentscheidungen schnell zu erhöhten Reisekosten führen.

Last-minute war gestern

last-minute RabatteDie Zeiten, in denen Urlauber last-minute wirklich deutlich günstiger gereist sind, sind vorbei. Bereits vor Jahren haben sich die größten Reiseveranstalter aus dem Last-Minute Markt zurückgezogen und bewusst diesen Trend umgekehrt. Denn für große Reiseveranstalter und Beförderer macht das Reiseaufkommen im last-minute Segment eine langfristige Kapazitätsplanung immer schwieriger zu kalkulieren. In Folge dessen sind die Preissenkungen für last-minute Reisen deutlich gesunken und echte Schnäppchen selten geworden. Stattdessen treten an die Stelle von großen Veranstaltern kleinere Anbieter, die sich ausschließlich mit günstigen Angeboten auf eine Art „Reiseschlussverkauf“ spezialisiert haben.

Nichtsdestotrotz findet man den Begriff „last-minute“ nach wie vor und assoziiert damit immer noch günstige Reisen. Einige Veranstalter benutzen den Begriff bewusst, um selbst Reisen mit Abflugdatum innerhalb der nächsten 6-12 Wochen zu vermarkten. Dabei reicht bereits die Prägung „last-minute“ aus, um den Konkurrenzkampf unter den Reiseveranstaltern zu verschärfen und das Angebot für den Kunden angeblich attraktiv zu machen.. Darüber hinaus haben einige Veranstalter den Begriff des „last-minute & more“ geprägt. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn dahinter versteckt sich letztlich nichts anderes als Reiseangebote aller Art. Zu den Katalogangeboten von last-minute Reisen können nämlich teure Zusatzreisen aufgelegt werden, der wiederum dem Kunden als tolle Exklusivangebote verkauft werden, leider ebenfalls unter dem Begriff last-minute. Günstig jedoch geht anders!

Um mit den Mythos „günstige last-minute“ Reisen ansatzweise aufzuräumen, haben wir über die letzten Monate einen Reisevergleich erstellt. In diesem Reisevergleich sieht man die preisliche Entwicklung ein und derselben Reisen in einem zweiwöchigen Abfrageintervall.

Mit Frühbucherrabatten einen guten Vorteil erzielen

last-minute RabatteWer deutlich im Voraus bucht, spart sich durch tolle Rabatte mitunter in vielen Fällen gegenüber späterer Buchung ein nettes Sümmchen der Urlaubskosten. Bis Ende Januar locken Veranstalter typischerweise dazu zeitweise mit Sparangeboten von 30%, 40% Prozent bis 31. Januar oder sogar mit „bis zu 50% Frühbucherrabatt“. Wer zu einem solchen Zeitpunkt online oder offline in Reisebüros auf Reiseangebote stößt, der wird mit Rabatten fast schon erschlagen. Wer also im Winter bereits seinen Sommerurlaub plant und bucht, der wird teilweise mit satten Rabatten überhäuft.

Frühbucherrabatte liegen seit Jahren im Trend. Immer stärker kristallisieren sich zwei Buchungstypen heraus: Frühbucher und last-minute-Bucher. Während das „Mittelfeld“ fast wegbricht, buchen diese zwei Buchungstypen heute zu jeweils fast 40% entweder sehr früh oder spät. Die Vorteile frühzeitiger Planung und Buchung sind dabei nicht von der Hand zu weisen. Wer früh bucht, kann aus dem Vollen schöpfen. Hotels, Abflughäfen, etc. sind dabei noch in ausreichendem Kontingent vorhanden und erlauben eine komfortable und uneingeschränkte Auswahl. Das lohnt sich besonders für Familien mit Kindern sowie für Urlauber, die an Schul- und Sommerferien gebunden sind. Letztendlich profitieren auch Reiseveranstalter davon, denn entgegen der Problematik mit Kapazitätsplanungen bei last-minute Reisen haben die Veranstalter bei frühen Buchungen Sicherheit – was sie den Urlaubern schließlich in Form von saftigen Rabatten vergüten.

Reisedetails machen den Unterschied

Tatsächlich kommt es allerdings darauf an, was in dem Reisepaket wirklich drin ist. Rabatte fallen nämlich sehr unterschiedlich aus und werden über die Konstellation der Reise bestimmt. Daher ist vor allem auf den Zusatz „bis zu“ zu achten, denn die vollen Rabatte bekommt man nur bei Ausschöpfung aller Kombinationsmöglichkeiten. Deshalb ist an dieser Stelle geraten, sich genau über die Möglichkeiten informieren zu lassen, welche Rabatte es beispielsweise für Eltern mit einem angebotenen Festpreis für Kinder gibt, oder inwiefern die Flexibilität bei Abflugdatum und –ort weitere Rabatte erlaubt. Dazu zählt auch der Stichtag der Buchung.

Allerdings gilt auch bei frühem Buchen, sich genau zu informieren und Preisvergleiche anzustellen, um „echte“ Schnäppchen mit Frühbucherrabatt von sogenannten „begrenzten Lockangeboten“ zu unterscheiden. Diese begrenzten Lockangebote sind nur von kurzer Dauer und locken den Kunden mit günstigen Preisen. Sind die begrenzten Angebote allerdings vergriffen, kann die Reisebuchung schnell sehr teuer sein. Nur allzu häufig stellen Veranstalter auf Ihrer Homepage Reisen zu einem bestimmten Preis dar, der dann nach einem Klick auf das Angebot deutlich höher ausgewiesen wird (in den meisten Fällen erscheint eine Nachricht mit der Notiz: „Der Reiseveranstalter hat den Preis angehoben“). Frühbucherrabatte sind da nicht mehr wirklich dabei. Deshalb gilt: Es kommt bei dem Zeitpunkt der Buchung immer auf das konkrete Angebot an!

Günstige Alternative: Stornoreisen mit Frühbucherrabatt

last-minute RabatteViele der Reisen, die bereits sehr früh abgeschlossen worden sind, um Frühbucherrabatte zu erreichen, werden aus verschiedensten Gründen storniert. Sei es, dass ein Kind krank wird, ein anderweitiges Familienmitglied erkrankt, ein Todesfall in der Familie eintritt, der Arbeitsplatz plötzlich verloren geht oder eine neue Arbeitsstelle angetreten werden muss … die Gründe für eine Stornierung sind vielfältig und bei Buchung meist nicht absehbar. Was dann davon übrig bleibt, sind hohe Stornierungskosten, die der Betroffene zu zahlen hat. Dies kann bis zu 80-90% des ursprünglichen Reisepreises ausmachen und gerade bei langen Sommerurlauben viele hundert- bis tausend Euro ausmachen. Der Ärger ist dann verständlicherweise sehr groß. Greift jedoch eine abgeschlossene Reiserücktrittsversicherung aus bestimmten Gründen nicht oder ist keine Versicherung vorhanden, so bleibt der Verbraucher meist ohne Alternative zurück. Allerdings lohnt es in jeder Hinsicht, seine Reise an einen Dritten abzutreten, einen Namensübertrag laut §651b BGB durchzuführen und die Reise an diesen Dritten zu verkaufen. Dabei sind Stornokosten gegen einen leicht geringeren Verkaufspreis abzuwägen. Grundsätzlich aber gilt, dass es ab einer Stornostaffel von 25% aufwärts bereits so gut wie immer Sinn machen kann, seine Reise zu verkaufen, da der erzielte Preis den verbleibenden Betrag nach Abzug der Stornokosten weit übersteigt und der Betroffene somit seinen finanziellen Verlust fast komplett ausgleichen kann.

Spontan und günstig verreisen

Da diese „stornobedrohten“ Reisen in den meisten Fällen früh gebuchte Reisen mit Frühbucherrabatt sind, lohnt sich auch für wirklich kurzentschlossene Urlauber ein genauer Blick auf die Angebote auf einem Zweitmarkt, auf dem Stornoreisen verkauft werden. Vergleicht man die dort nachgefragten Preise, so findet man sehr schnell Angebote, die im Preisvergleich mit „normalen“ Urlaubsportalen wirkliche Argumente mit sich bringen – nämlich echte Schnäppchenpreise, die im Schnitt um ca. 40% günstiger sind als herkömmliche, vergleichbare Angebote (siehe hierzu unsere große Preisanalyse). Dies hat zwei Gründe: Zum Einen steigen die Reisepreise der Veranstalter, je kurzfristiger in der Zukunft das gewünschte Reisedatum liegt; zum Anderen werden für „Stornoreisen“ auf Zweitmärkten teils beachtliche Rabatte gewährt, da mitunter jeder Preis den Verkäufer immer noch besser stellt als bei Stornierung. Deshalb lohnt es sich für wirklich kurzfristige Urlaubsbucher stornobedrohte Reisen statt der herkömmlichen last-minute Reisen vom Veranstalter zu kaufen. Was kompliziert klingt, ist in der Regel ganz einfach. Kauft man eine stornobedrohte Reise ab, wird die Buchungsbestätigung auf den Namen des Käufers abgeändert und lediglich 10-30 Euro bezahlt. Dafür benötigt es nicht mehr, als dass der ursprüngliche Besitzer beim Veranstalter anruft und die Reise übertragen lässt oder er in sein Reisebüro geht, das den Namensübertrag selbst durchführen kann.

Selbst nach Begleichung dieser Namensübertragungsgebühren schlagen diese Angebote herkömmliche last-minute Angebote bei weitem. Durch den Frühbucherrabatt bei Buchung und einem zusätzlichen Rabatt, den der ursprüngliche Reisebesitzer auf dem Zweitmarkt einräumt (um seine Reise attraktiv zu machen), reist man garantiert günstiger.

Daher unser abschließender Tipp an alle Rabattjäger: wirkliche Schnäppchenjäger buchen Stornoreisen!

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Frühbucher oder Last Minute, was ist günstiger?

Sebastian

Sebastian

Sebastian liebt es zu reisen und neue Orte zu entdecken. Dabei kam er schon mehrmals mit den Schwierigkeiten von Umbuchungen, Stornierungen und damit verbundenen Stornokosten in Kontakt. Deshalb zeigt er euch auf diesem Blog Informationen zum Thema Reisen, Reiserecht, Möglichkeiten bei Umbuchung oder Stornierung sowie Auswege zu Stornokosten bei Nichtantritt einer Reise.
Sebastian

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